26.03.2025
Sandarium in Paulsfelde angelegt
Pressemitteilung 96/2025 der Stadt Bernau bei Berlin
Wie der Name schon erahnen lässt, handelt es sich bei einem Sandarium um einen Berg Sand: für Außenstehende nichts Spektakuläres, für Wildbienen schon. Solch ein ganz besonderer Wildbienen-freundlicher „Sandhaufen“ entstand am 15. März an der Kleingartenanlage Paulsfelde auf einem städtischen Grundstück.
Fleißig wie die Bienen hatten 13 motivierte Naturfreundinnen und Naturfreunde des NABU Barnim sowie eine Gruppe Studierender der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde fleißig angepackt, um Sand, Holz, Erde und Steine zu bewegen. Eine Mulde für das Einbringen der Sandmischung war bereits vorab von Mitarbeitern der Friedhofsverwaltung der evangelischen Kirchgemeinde St. Marien Bernau mit entsprechender Technik ausgehoben worden. Der städtische Forst hatte Holz für Palisaden, der Bauhof Sand und Findlinge sowie Granitborde zum Auffüllen, Begrenzen und Stabilisieren des Sandariums angeliefert.
Nachdem die künstlich angelegte Nisthilfe für bodennistende Wildbienenarten von den vielen fleißigen Händen angelegt worden war, wurde sie noch mit stacheligen Brombeerranken versehen, um sie vor unerwünschtem Katzenbesuch zu schützen. Eine Informationstafel, die interessierten Besuchern Anliegen und Nutzen der neuen Wildbienenheimat erklären wird, ist bereits in Vorbereitung.
Zum Hintergrund
Bereits seit einigen Jahren stellt die Stadt Bernau dem NABU eine Brachfläche nahe der Bernauer Fichtestraße kostenfrei zur Verfügung. „Diese Wiese, auf der sich Wildblumen ungestört entfalten können, haben wir in unsere Obhut genommen", berichtet Jonathan Etzold, Vorsitzender des NABU Barnim. „Damit sich aber nicht nur die Wildblumen wohlfühlen, sondern auch die summende Gesellschaft hier ein Zuhause bekommt, lag es nahe, diese besondere Niststätte zu schaffen, auf der Wildbienen ungestört brüten können", sagt der engagierte Naturschützer.
„Die Stadt Bernau engagiert sich ebenfalls für biologische Vielfalt, für naturnahe Grünflächengestaltung und Grünflächenpflege, was 2023 mit dem Label ‚StadtGrün naturnah' in Silber honoriert wurde", erklärt Ivonne Bartaune, Sachgebietsleiterin Grünunterhaltung/Forst. „Deshalb stellen wir dem NABU für dieses kreative und innovative Konzept der Blühwiese mit Sandarium gern unsere städtische Fläche zur Verfügung und nehmen das Projekt auch in das Verfahren zur Rezertifizierung für das StadtGrün-Label auf", berichtet Ivonne Bartaune.